Taijiquan

«Alles was lebt, ist in Bewegung, im Fluss, im Wandel»

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Taijiquan (alte Schreibweise Tai Chi Chan) ist eine alte, meditative Bewegungskunst aus China. Taijiquan bedeutet wörtlich die Faust (Kampfmethode) des Taiji – die „absolute Faust“.
Eine aus der Selbstverteidigung entstandene Bewegungskunst, Meditation und Gesundheitsübung.
Taijiquan wird auch dem Gong Fu (alte Schreibweise Kung Fu) zugerechnet.

Das langsame, weiche und fliessende Üben der Taij-Formen entspannt und stärkt den Körper und den Geist gleichermassen. Sie regen den Energiefluss (Qi / Ki) an, verhelfen zu Wohlbefinden und festigen die Gesundheit. Regelmässiges Üben löst Blockaden und Verspannungen und führt zu innerer Ruhe und Gelassenheit. Die universelle Lebensenergie Qi (Ki) kann wieder ungehindert durch die Meridiane fliessen, die Widerstandskraft wird erhöht und die Gesundheit gefestigt.

Ebenso verbessern sich durch Taijiquan bei die Körperwahrnehmung sowie die innere und äussere Haltung. Die Atmung vertieft sich, der Geist wird konzentrierter und klarer.

Über Jahrtausende hinweg erforschten die alten Chinesen die Gesetze des Universums, der Natur und des Lebens. Taiji, oft mit „Firstbalken“ übersetzt, bedeutet etwa „letzte absolute Wirklichkeit, Urgrund des Seins“, aus dem alles hervorgeht. Taiji steht auch für die Einheit von Yin und Yang, wie sie im bekannten Taiji-Symbol zum Ausdruck kommen.

yin yang

 

Yin und Yang sind die polaren Manifestationen oder Kräfte, die in ihrem Wechselspiel die Grundlage des gesamten Universums bilden.

In jeder Taiji-Lektion werden bei uns auch die Standmeditation (Zhan Zhuang Gong) und die grundlegenden Übungsmethoden (Gong Fa) wie zB. Spiral-Energie-Übungen (Chansi Gong, Li, Yang-Aspekt) und das Dehnen und Leiten/Führen der Energie (Daoyin Gong, Qi, Yin-Aspekt) vermittelt und geübt. Dies sind wesentliche Grundübungen für die Form selbst bzw. für die Taiji-Praxis.

Taijiquan wird in der CHONG-KI-SHIN DO Schule der Bewegungskünste in der Tradition der Daoistischen Drachentor Schule (Longmen Pai) nach Meister Shen Xijing (TaijiDao) und im Familien-Stil Chen unterrichtet.

Die Auseinandersetzung mit dem Taiji-Prinzip (Theorie und Praxis) sowie gelegentliche Pushing-Hands (Tuishou) ergänzen den Unterricht.

«Übt man sich in Taijiquan,
wird man geschmeidig wie ein Kind,
gesund wie ein Holzfäller
und gelassen wie ein Weiser.»

 

(Wie) Macht Taijiquan üben Sinn?
lesenswerter Text von Tobias Puntke, TaijiDao